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Schlossgeschichte

 

In der Mitte des 17 Jh. standen hier 25 Häuser und 5 einfache Katen. Besitzer war die Familie Felsôbüki Nagy. Das Schloss war im 16 Jh. ein Jagdhaus mit einem über 3.000 Joch großen Wald (mit dem Namen Großwald) und nur als einstöckiges Bauwerk errichtet. Das Schloss wurde im romantischen, klassischem Stil im Jahre 1750 umgebaut. (Nach einem im Jahre 1799 geschriebenem Zitat „glänzt der Besitz mit seinem Schloss.”)

Das Hauptgebäude ist in der Form eines "U" angelegt, das durch einen Säulengang begrenzt wird. Der Park war ursprünglich 8 Hektar groß.
 
Nach dem Tod von Pál Felsőbüki Nagy erbte sein Sohn Josef das Schloss. Er hinterließ nur ein Kind, Julianna. Dieses Mädchen verstarb kinderlos und so wurde ihr Mann Miksa Ürményi zum einzigen Erbe. Er stammt aus einer der ältesten ungarischen Familien. Damals gab Graf István Széchenyi, der "größte Ungar" seiner Zeit, dem Schloss die Ehre seines Besuches. Er bemerkte mit gebrochenem Deutsch – wie es bei ihm üblich war – in seinem Tagebuch über den 14. Oktober 1841: „Nachmittag reite ich nach Szerdahely, um Bezerédy zu versöhnen, fand ich ihn nicht, Röjtök, Loos.”
Die Kinder von Miksa Ürményi verkauften die Gebäude und hinterließen nur Möbel und ein Bild, das Maria Theresia zur Erinnerung an einen Besuch zeigt. All diese Stücke sind aber verschwunden.  
Antal Bauer, ein angesehener Schwinehändler erwarb das Anwesen. Im 19 Jh. hatte der Schweinehandel eine große Bedeutung  in Sopron. Damals hielten die Soproner Händler auch im Bakonyer Gebirge Schweineherden. Antal Bauer wanderte aus dem, neben der Thaya liegenden Waidhofen, nach Sopron aus. Seine Frau stammte aus der Bierbrauerfamilie Bosch. Sie pachtete im heutigen Erzsébet-kert die damalige Soproner Brauerei.   
Die Familie Bauer benutze das Schloss nur im Sommer und an den Wochenenden. Antal Bauer starb im Jahre 1893. Den Röjtöker Besitz erbte sein Sohn Mihály. Mihály’s Geschäftstüchtigkeit wurde auch in höheren Kreisen anerkannt. Er wurde mit seinem Bruder vom König mit dem Namen Röjtöki in den Adelsstand erhoben. 
 
1910 kaufte Baron Miksa Berg aus Deutschland den Besitz. Bis dahin wurde am Schloss nichts verändert. An der Fassade gab es einen Eingang mit Säulen, aber ohne Balkon, nur mit Dach. Die Mauern waren mit griechisch – ionischen Verzierungen gestaltet. Der neue Besitzer ließ das Haus nach dem Plan von dem Architekt Mayer umbauen. Im Garten überrascht eine kleine Brücke, die der deutsche Industriemagnat Thyssen, dem ehemaligen Miksa Berg schenkte. Früher standen hier auch zwei aus Stein gehauene Löwen. Die Söhne von Miksa Berg erbten das Schloss.

Im Dezember 1926 wurde Elek Verseghy Nagy, Botschafter des Vatikans, der neue Besitzer. Er investierte in den neuen Umbau. In dieser Zeit entstand der heutige Park mit einem Freibad, das Hajós Alfréd plante. Daneben wurde ein Haus im japanischem Stil mit Rohrdach (aus Schilf) errichtet. Das war damals in Transdanubia einzigartig.  Den Hof schmückt ein Garten mit symetrischem Grundriss: Klassische, runde Büsche und rechteckige Blumenbeete. An die südliche Fassade schließt ein großer holländischer Garten mit einem Springbrunnen an.
Eintretend in die Halle des Hauses kann man die Kassettenvertäfelung, den Stukkaturplafont und den während des Krieges unbeschädigt gebliebenen Kamin mit Wappen, bewundern. In der Hauskapelle ist eine Nachahmung von Boltraffios Lodi „Magdalena” als Altarbild zu sehen. Das Original hängt in der Nationalgalerie in Budapest. Auf beiden Seiten des Altars standen ehemals zwei, aus Holz geschnitzte Statuen aus dem 17. Jh. Sie sind heute im Soproner christlichen Museum ausgestellt. Sie zeigen den Apostel Johannes und einen Bischof. Der Künstler ist unbekannt.

Das Besondere im Ballsaal, die ehemaligen Möbel von Napoleon Bonapartes Bruder König Ludwig, stammen aus dem Amsterdammer Palast. Die Möbel befanden sich im Besitz des Vaters der Schlossherrin Elisabeth Janssen und nach seinem Tod erbte sie das Mobilar. So kamen die königlichen Möbel in das Schloss von Röjtökmuzsaj.

Seit 1930 besuchten viele Gäste das Schloss. Viele Jahre verbrachte hier Dr. Gusztáv Serédi, Kardinalfürstbischof, seine Urlaubstage. Oft besuchten auch die Familien von Graf István Betlen und Graf Pál Teleki das Schloss.  Außerdem kamen die Familienmitglieder von Fürst Eszterházy, Széchenyi und Pálfi zu Besuch. Im Schlosspark befindet sich ein Grabmal in dem der Vater von Verseghi ruht. Elisabeth Janssen, die erste Frau von Elek starb im Jahr 1934 im Alter von 34 Jahren, auch sie ruht im Grabmal.

Das Schloss wurde im Jahre 1952 verstaatlicht und zum Kinderurlaubsheim umfunktioniert. Auch dadurch kam es auch zu Veränderungen. Ab den 90iger Jahren stand das Schloss leer und wartete auf einen neuen Herrn. Diese Zeit hat dem Schloss geschadet: Sein technischer Zustand wurde immer schlechter und auch der Park verwilderte.

Die neue Besitzerin Frau Márta Derry kaufte das Schloss 1997 und entschied ein repräsentatives Hotel zu schaffen. Trotz vieler Skeptiker wurde die Renovierung in Rekordzeit erledigt.
 Die Vorbereitungsarbeiten dauerten von Februar bis August 1998, die Ausführungsarbeiten und Inneinrichtungen von September 1998 bis Dezember 1999 und Silvester
 2000 wurde das Viersternehotel Szidónia eröffnet. Ein Traum wurde wahr.

Heute warten 46 renovierte Zimmer, ein Restaurant, verschiedene Säle, ein Ballsaal, ein Cafe, ein Wellness-Bereich, ein Tennisplatz, ein Basketball-Platz, ein riesiges Schach im Garten und noch viele Überraschungen die Gäste des Schlosses.
 
Bei der Wiederherstellung sollte so viel wie möglich vom alten Schloss erhalten werden.
Im ErdgeSchloss vergrößerten wir die ehemalige Glasveranda und funktionierten sie in ein Restaurant um.
Der größte Umbau passierte mit dem Bau des Badetraktes. Auch hier haben wir uns bemüht, die Form und die kleinen verschiedenen Dächer zu erhalten.
Die Fläche des L-förmigen, ehemaligen Wirtschaftsgebäudes, das an der Parkseite liegt, wurde vergrößert. Im ehemaligen Speicher wurde die wunderschöne Holzkonstruktion erhalten und in einen Pferdestall umgebaut.
Das Japanische Haus und das Freibad wurde in der ursprünglichen Form restauriert.  
Das Schloss ist von einem 6,5 ha großen Park umgeben. Er bietet viel Abwechslung und lädt zum Erholen ein.


„Bei einem Spaziergang im Park fühlt man sich wie im Märchenland.” Dieses Zitat stammt von Mária Brányi, Diplomingenieurin für Landschaft und Gartenbau. Ob der unversehrt gebliebene, mit Buchsbäumen gegliederte und mit Rosen bepflanzte „Holländische Garten”, das Freibad, das nach Alfréd Hajós, (dem ersten ungarischen Olympiasieger im Schwimmen) Plan gebaut wurde, das Japanische Haus, das Grabmal des ehemaligen Besitzers Elek Verseghi Nagy, oder die von Kastanien und anderen Bäumen gesäumten Wege – es ist einfach bezaubernd.
Die Struktur des Gartens, die damals Elek Verseghi Nagy geplant hatte, wurde nicht verändert. Die wertvollsten Elemente des Parks sind der „Holländische Garten” und die Buchsbäume, die riesigen Buchen und Platanen, außerdem der große Schwarznussbaum, der vor dem Schloss steht. Auch der Steingarten wurde freigelegt. Die fehlenden Pflanzen wurden ergänzt. So konnte diese „Wunderwelt” entstehen, in der der Besucher die Romantik der Vergangenheit und den Komfort der Gegenwart finden kann.

So konnte Frau Márta Derry diese Wunderwelt erstellen, wo der Gast die Romantik der Vergangenheit und die Bequemlichkeit der Gegenwart noch immer finden und erleben kann.
Seit Januar 2014 ist OMR Prim. Prof. Dr. Günter Nebel der neuer Besitzer. Er versucht den Charakter des Schlosses, die Konzeption und die Gastfreundlichkeit zu bewahren, womit man die hierher kommenden Gäste immer erwartet hat.
 

 

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